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Transkrypcja nagrania:
In unserem Studio haben wir heute Jan Hofer, den Chefsprecher der Tagesschau, zu Gast. Herr Hofer, Sie haben in diesem Jahr ein Buch mit Zuschauerzuschriften herausgegeben. Wie ist die Idee dazu entstanden?
Ich habe meinen Freunden oft erzählt, was für Briefe ich von den Zuschauern bekomme. Meine Freunde meinten dann, das sei so unglaublich, dass ich das herausgeben sollte. Meine Kollegen von der Redaktion bekommen auch ähnliche Briefe, waren aber an einer Publikation nicht interessiert. Irgendwann rief mich ein Verlagsagent an und wollte mich überreden, ein Buch über mich selbst zu schreiben. Ich wollte das nicht, da ich für so etwas keine Zeit habe. Der Verlagsagent war aber mit meiner Sammlung von Zuschauerbriefen einverstanden. Denn die ist ein Dokument der Zeitgeschichte; sie dokumentiert den Wandel in unserer Gesellschaft.
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Kommunizieren Zuschauer und Medienmacher heute anders miteinander als früher?
Absolut, wenn Sie überlegen, wie kompliziert es früher war, sich zu beschweren. Man musste eine Adresse herausfinden, per Hand oder mit Maschine schreiben und zur Post gehen, was viel Zeit kostete. Es gab also weniger Briefe. Jetzt bekommen wir mehr Post, und zwar sofort, per E-Mail: E-Mails bekomme ich heute oft schon, bevor ich im Fernsehen die Nachrichten zu Ende gesprochen habe. Leider ist auch der Ton mittlerweile deutlich aggressiver, was ich mir mit höheren Erwartungen erkläre. Die Leute müssen heute für alles immer mehr bezahlen, auch für das Fernsehen. Ihre Erwartungen werden also immer größer. Sehr oft sind sie unberechtigt und unfair. Das heißt, wenn man positiv über einen Sozialdemokraten berichtet, beschwert sich der konservative Zuschauer und umgekehrt. Das gilt nicht nur für Politik, sondern für alle möglichen Nachrichten.
Das Internet und Smartphones haben auch die Nachrichtenwelt verändert. Wie kommt das bei den Zuschauern an?
Als die Tagesschau am 26. Dezember 1952 zum ersten Mal gesendet wurde, gab es eine Umfrage, die besagte, dass 44% der Deutschen kein Fernsehgerät zu Hause haben wollten; man war eben ans Radio gewöhnt, die großen Fernsehgeräte brauchten außerdem ziemlich viel Platz in der Wohnung. Bei der Einführung des Internets in den 1990er Jahren war die Ablehnung noch größer. Heute ist das gar keine Frage mehr. Besonders junge Leute warten ungeduldig auf Neuigkeiten. Die Leute, die sich der neuen Technik verschließen, sind vielleicht glücklichere Menschen, aber sie nehmen nicht am wirklichen Leben teil.
War es für Sie persönlich schwierig, sich den Gegebenheiten der digitalen Gesellschaft zu öffnen?
Nein, gar nicht. Das liegt daran, dass ich schon immer sehr technikinteressiert war. Jedoch bereitet mir Facebook zunehmend Sorge, weil es zu sehr in mein Privatleben eindringt. Ich werde ständig fotografiert, damit lebe ich. Ich weiß aber nicht, wer neben mir auf der Straße steht und fotografiert. Das ist oft unangenehm, denn manchmal finde ich dann Bilder, die ich selbst so nicht online gestellt hätte. Ich bin eine Person des öffentlichen Lebens, ich lebe von all diesen Menschen, aber das bedeutet noch lange nicht, dass man alles zeigen und sagen kann.
Welche Veränderungen wird es bei der „Tagesschau
3.1. D
3.2. A
3.3. C
3.4. D
3.5. C
poprawna odpowiedź.
Ocena według schematu punktowania CKE, zwykle w 15–30 s
Dowiedz się, ile punktów naprawdę zdobywasz. Zrób zdjęcie kartki albo wklej odpowiedź: Maturownik+ porówna ją ze schematem punktowania, policzy punkty i wytłumaczy, gdzie i dlaczego je tracisz.